Schluss mit nervig – praktische Babykleidung und Co. #1: der Schlafanzug

Dies ist der Start einer Serie über praktische – man könnte auch sagen: funktionierende – Babykleidung und -Zubehör. Man möchte ja gar nicht glauben, wie unpraktisch, undurchdacht oder völlig fehlkonstruiert manche Dinge für unsere lieben Kleinen sind! Wir haben kistenweise Kleidung und andere Dinge aus der Verwandtschaft „geerbt“ und noch einige wenige Dinge vor der Geburt gekauft, so dass ich dachte, wir haben für den Anfang mehr als genug. Tatsächlich nutzen konnten wir nur einen Bruchteil davon, da mir vieles einfach zu unpraktisch war, was sich jedoch erst durch die (versuchte) Benutzung herausgestellt hat. Inzwischen weiß ich, worauf ich beim Kauf achten würde, und welche „ererbten“ Teile ich unbenutzt zur Seite legen würde. Babys sind nämlich keine Fans von „3 Bodys an- und ausziehen bis dann endlich einer passt“. Mein kleiner Mann ist zwar wirklich das geduldigste Kind das ich kenne, aber irgendwo hat selbst seine Geduld Grenzen. Grenzen die dann sehr laut kundgetan werden!

Hier findet ihr in nächster Zeit also Beiträge über verschiedenste Babysachen, wobei es mir dabei nicht darum geht, bestimmte Marken herauszustellen, sondern eher darum, über sinnige oder unsinnige Details und Lösungen zu schreiben. Sollte ich etwas besonders praktisches bisher nur bei einer bestimmten Marke entdeckt haben, werde ich diese aber natürlich nennen, damit ihr euch nach dem praktischen Teil nicht so dumm und dusselig suchen müsst, wie ich es teilweise getan habe…

Los geht’s mit dem Thema Schlafanzüge:

Hier gibt’s zunächst mal die Entscheidung, Öffnung im Schritt oder nicht. Bei den ganz kleinen, die in der Nacht noch gewickelt werden, finde ich die Knöpfe an den Beinen sehr praktisch, so muss man nicht das halbschlafende Kind ganz ausziehen und damit garantiert komplett wach machen.
Wenn dann das nächtliche Wickeln wegfällt (bei uns mit 3 Monaten), sind die Knöpfe im Schritt zwar überflüssig, aber man kann sie ja ab dem Zeitpunkt einfach ignorieren. Dachte ich. Aber wenn der Schlafanzug keinen anderen „Eingang“ hat, als die Knöpfe an den Beinen, muss man da jeden Abend und Morgen durch. Mit einem inzwischen sehr mobilen Kind, das alles andere zu tun hat, als so lange stillzuhalten, bis die gefühlten 32 Knöpfe zu sind. Und nochmal auf und nochmal zu, weil man die falschen „Knopfpartner“ zusammengeknöpft hat und alles schief sitzt! Also, Notiz an mich selbst: Augen auf beim Schlafanzugkauf und nur noch Exemplare kaufen, die auch vorne oder hinten zu öffnen sind. Gerne auch mit Reißverschluss. Und wenn es schon Knöpfe sein müssen, dann bitte Druckknöpfe und nix wo man auch noch durch Knopflöcher friemeln muss…

Viel gravierender als die Knöpflerei nahm allerdings eine andere Schlafanzug-Tatsache Eingriff in unser Leben – oder besser – unseren Schlaf: Die meisten Schlafanzüge haben recht breite, vermeintlich gemütliche, Beine. Aus denen ist unser kleiner Muck regelmäßig rausgeschlüpft und hat sich dann mit seinen Beinen im „Po-Teil“ des Schlafanzugs wiedergefunden, wo er die Beine nicht mehr strecken konnte und mehrmals pro nacht „entheddert“ werden wollte. Sehr ärgerlich! In den 80er Jahren waren die Schlafanzüge viel schmäler (siehe Foto), aber nicht jeder hat wie wir noch solche Exemplare von Papa übrig, und selbst in diesen dünnen „Schläuchen“ schaffte es der kleine Muck irgendwie, sich zu „verlaufen“.

Schlafanzüge: breit und schmal…

Drübergezogene Socken wurden versehentlich abgestrampelt, Schlafanzüge ohne Füße (da passiert das ganze nicht) kamen nicht in Frage, da wir ohne Umziehen frühstücken wollen, denn Wickeln ist bei uns erst nach dem Frühstück sinnvoll, und dann wird auch umgezogen.
Meine einzige praktikable Lösung war, Gummiringe (mit der selben Wirkung wie Socken, nur dass sie sich nicht abstreifen) über die Fußgelenke zu ziehen. Nicht besonders hübsch, ich verlege sie ständig irgendwo…
Bis….

…ich in einem Newsletter von Schlafanzügen gelesen habe, die an den Hand- und Fußgelenken Klettverschlüsse haben! Die musste ich natürlich sofort bestellen. Auch wenn ich Bekleidung sonst lieber im „echten“ Laden kaufe – diese geniale Erfindung rechtfertigte für mich einen online-Kauf! Die Schlafanzüge mit dem Namen „justafit“ von InfaSense sind durch die Klettverschlüsse außerdem „mitwachsend“, denn sie können auch wenn sie eigentlich noch zu lang sind, so befestigt werden dass sie gut sitzen. Da der kleine Muck jetzt 16 Monate alt ist, dachte ich es lohnt sich nicht mehr die Größe „1 – 2 Jahre“ zu bestellen und habe gleich das Modell für 2 – 3 Jahre genommen. Beim Auspacken zweifelte ich dann an meiner Wahl:

Vergleich_Schlafanzug_Muck

Der Schlafanzug von Halsausschnitt bis Fuß ist um einiges größer als der gesamte kleine Muck (inklusive Kopf, haha!) und ich befürchtete, doch noch eine Zeit mit den alten Schlafanzügen und der Gummiring-Methode auskommen zu müssen.
Aber probieren geht ja bekanntlich über studieren, und so haben wir trotzdem anprobiert und, tadaaa:

MuckJustafit

Sitzt, passt, wackelt nicht, hat noch viel Luft, stört aber nicht. Der kleine Muck fühlt sich wohl und verheddert sich nachts nicht mehr, Ziel erreicht! Und um Schlafanzüge müssen wir uns jetzt bis mindestens zum 3. Geburtstag nicht mehr kümmern, denn so lang passt er sicher!

Schluss mit nevigem nächtlichem entheddern, weg mit den alten Schlafanzügen! Die sollen unsere Nachtruhe nicht mehr stören (dafür haben wir schließlich Zähne. Und Durst. Und Kuschelbedürfnis. Aber was wir nicht ändern können, ist in Ordnung so!)

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Über die wolpertingerin

30, ein bayrisches Fabelwesen aus Strickmamsell, Mama, Berghex’, Leseratte,…
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