Von 5.000 die auszogen…

Soeben in unserem Garten:

Bienenschwarm

Die Hälfte unseres größten Bienenvolkes hat beschlossen, auszuziehen. Etwas früh im Jahr, allerdings hatte der Mann schon damit gerechnet. Eigentlich versucht man, sowas zu verhindern, indem man das Volk davon abhält, eine neue Königin heranzuziehen, aber er hat’s wohl übersehen, eben weil es eigentlich noch zu früh ist…

Bienenschwarm1

Als erster Sammelplatz wurde ein Ast in unserem wunderschön blühenden Apfelbaum auserkoren. Kann man sich vorstellen wie ein Sammelplatz beim Feueralarm, nur dass der nicht ausgeschildert ist und nicht im Voraus feststeht. Wie es 5.000 Bienen schaffen, sich darauf zu einigen? Ein Wunder der Natur, zumal den Platz NICHT die mit ausfliegende Königin bestimmt. Die wird erst dazugerufen, wenn „die Luft rein ist“.

Bienenschwarm2

Naja so ganz rein war die Luft dann doch nicht, der Mann ist gleich angerückt um die Bande wieder einzufangen. Denn erstens wollen wir unsere Bienen gern behalten und zweitens (und für uns wesentlich wichtiger) wollen wir nicht, dass sie auf der Suche nach einer endgültigen neuen Behausung in fremden Gärten oder gar Häusern Unfrieden stiften. Außerdem ist diese Bienenart, die auf Bienenständen anzutreffen ist, nicht in der Lage ohne Hilfe ihres Imkers in der freien Natur zu überwintern.

Gnädigerweise haben sie sich auf einem recht niedrig hängenden Ast niedergelassen!

Bienenschwarm3

Immer mehr Bienen gesellen sich zur Traube…

Bienenschwarm4

…bis sie ungefähr auf die Größe von 4 Fußbällen angewachsen ist und rundherum etwas mehr Ruhe einkehrt.

Dann wird sie in einen Sack geschüttelt und…

Bienenschwarm5

…in die Beute (so heißt die Bienenbehausung) gekippt, wo sich dann die restlichen Bienen, die man nicht erwischt hat, von außen durch den Eingang dazugesellen, da sie im Inneren ihre Königin riechen. Außer man hat die nicht erwischt, dann geht das Spiel von vorne los.

Bienenschwarm6

Scheint aber gut auszusehen, immer mehr Biene strömen ins Beuteninnere, und heute Abend wenn die Bienen ihren anstrengenden Arbeitstag beendet haben (sie kennen eben keinen Sonntag), wird die Beute ins Bienenhaus gestellt.

Die beiden Völker, die aus einem großen entstanden sind, werden sich nun erstmal wieder vergrößern wollen und daher in diesem Frühling keinen für uns „erntbaren“ Blütenhonig mehr sammeln, sondern nur so viel, um sich selbst zu versorgen. Stört uns aber nicht, denn bei uns gibt es ohnehin meist so wenig Blütenhonig, dass sich das Schleudern kaum lohnt, und der später zu erntende Waldhonig schmeckt uns auch besser!

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Über die wolpertingerin

30, ein bayrisches Fabelwesen aus Strickmamsell, Mama, Berghex’, Leseratte,…
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Eine Antwort zu Von 5.000 die auszogen…

  1. ellenkamika schreibt:

    Toll, danke dass Du mir den Link zu Deinem Blog geschickt hast! Spannend zu sehen wie die Bienen schwärmen!
    Ich habe ja selber noch keinen Schwarm, die Box ist noch nicht angekommen. Gestern kam immerhin schon mal das Imkerequipment an, aber ich glaube, beim Smoker fehlen noch Teile (Und eine Gebrauchsanleitung- ich bin ja noch völlig unbeleckt was das Bienen halten angeht…)
    Ich denke, die Box kommt am Montag, wenn ich nicht da bin 😉
    Dann werde ich mich auch mal intensiv auf die Schwarmsuche machen.
    Liebe Grüße
    Katha

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