Dyson v6 fluffy – ausführliches Testsaugen und Fazit

Über die Inbetriebnahme und den ersten Eindruck des Dyson v6 fluffy habe ich euch ja bereits berichtet, nun bin ich nach ausgiebigem Testen so weit, meine Erfahrungen in der Handhabung und Reinigungsleistung mit euch teilen zu können:

Die Saugleistung ist mit der Softwalze enorm, der Sauger versucht auch wirklich große und schwere Dinge einzusaugen, wenn man versäumt hat sie zuvor wegzuräumen, diese passen dann ja aber nicht zwischen Walze und Gehäuse und werden somit nicht „verschluckt“.
Dasselbe passiert allerdings oft auch mit Schmutz, den er eigentlich saugen sollte, da dieser nicht richtig von der Walze erfasst und in den „Schlund“ befördert wird.
Auf dem Bild seht Ihr Beispiele, was er schafft und was (meist) nicht: Maiskörner sind kein Problem, währen er dünne, leichte, längere Dinge wie Küchenpapier-Fitzelchen oder auch Grashalme oft liegenlässt.

DysonSaugleistung

Mit den Zusatzdüsen kommt mir die Saugleistung etwas geringer vor, was vielleicht auch daran liegt, dass man damit oft Stellen saugt, an denen der Schmutz besser haftet, wie Sofa, Autositze, etc. sowie unebene Untergründe (Sofalehnen, Details im Auto) wo durch weniger Formschluss auch Saugleistung verloren geht. Durch Einschalten der MAX-Stufe lässt sich das kompensieren, man muss aber bedenken dass dadurch die Akkulaufzeit erheblich geringer wird.

Zur Verwendung der verschiedenen Aufsätze: Die große Walze ist für Hartböden gedacht, saugt auch einigermaßen auf Teppichen (wer mehr als einen Teppich hat sollte wohl eher auf eine auch dafür geeignetes Modell des v6 zurückgreifen) und ich habe sie auch für ein recht hartes, glattes Stoffsofa verwendet, sowie ohne Rohr für meine Fensterbänke:

DysonFensterbank
Die Fugendüse eignet sich für enge Spalten und auf Sockelleisten.
Die Kombidüse leistet mit den weichen Borsten gute Dienste beim Absaugen von Kanten, außerdem habe ich sie (in Verbindung mit der MAX-Stufe) als Geheimwaffe zum Reinigen unseres langzotteligen Schaffells auf dem Sofa entdeckt.
Werden die Borsten zurückgeschoben ist es eine Polsterbürste, die mir allerdings zu schmal ist, um damit ein ganzes Sofa zu saugen. Für kleine Stellen z. B. im Auto ist sie gut geeignet.

DysonDüsen2

Der v6 fluffy ist insgesamt sehr wendig, denn ohne Kabel und Schlauch muss man nichts hinterherziehen, bleibt nirgends hängen und kann vor allem Treppen mühelos saugen, der Kopf mit der Walze ist sehr wendig und reagiert auf jede Bewegung. Auch unter ein normales Bett kommt man, allerdings stellt sich der wendige Kopf dann gerne quer, vor allem wenn man neben dem Bett nicht genug Platz hat um ganz gerade drunterzufahren. Unter sehr niedrigen Betten, Sofas und Schränken kann man nicht saugen, da die Motoreinheit eine noch tiefere Neigung nicht möglich macht:

DysonunterBett

Im Auto als Handsauger ohne Rohr behindert ebenfalls die Motoreinheit die Arbeit, da ist eine Düse an einem gewöhnlichen Saugschlauch dann doch wendiger.

Das Saugen an Wänden und Decken ist nicht so leicht wie es auf vielen Bildern aussieht, da die Motoreinheit mitgehoben werden muss und durch das Gewicht nicht sehr gut „manövriert“ werden kann, auch hier ziehe ich den langen Schlauch eines „normalen“ Saugers vor.

Feinstaub saugt der Dyson v6 Fluffy mit der Walze sehr gut, hier drei Bilder, einmal die Fensterbank die links noch verstaubt, rechts schon fertig ist, dann eine Holzablage im Vorher / Nachher Vergleich:

DysonFeinstaub

Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller mit der Walze 16 Minuten, mit den Aufsätzen 20 Minuten und im MAX-Modus 6 Minuten (durchgehend eingeschaltet). Diese Zeiten wurden im Test leicht übertroffen, der Akku wird ja aber sicher nicht ewig so gut bleiben, dass er die angegebenen Zeiten übertrifft. Ladedauer sind 3,5 Stunden, man kann aber durchaus nach wenigen Minuten schon wieder ein kleines „Häufchen“ saugen wenn man nicht ganz fertig geworden ist.

Die Lautstärke ist auf jeden fall höher als bei meinem „normalen“ Sauger, aber ich empfinde sie noch nicht als störend, außer in der MAX-Stufe, die ich aber immer nur sehr kurz verwenden musste.

Zum Staubbehälter: Es gefällt mir nicht dass dieser durchsichtig ist, was aber nötig ist um zu sehen wann er geleert werden muss. Theoretische Leerung per Knopfdruck:

DysonBehälterleerung

Das Leeren an sich funktioniert allerdings meist nicht mit einem Knopfdruck, da sich viel Staub auch zwischen Behälterwand und Filter sammelt, sowie ganz unten wo der Behälterdeckel schließt, und oben wo er ein- und ausgerastet werden kann (ohne Foto) dort backt der ganz feine Staub regelrecht fest:

DysonBehälterschmutz

Um diesen zu entfernen muss der Behälter entfernt und die jeweiligen Stellen abgebürstet werden.

Der Feinstaubfilter kann mit einem Handgriff herausgenommen werden, um ihn ca. jeden Monat mit klarem Wasser zu spülen.

Was mich erst nicht störte, später dann doch, ist die ausblasende Luft: War diese zunächst noch sehr frisch, riecht sie doch bald nach typischer „Staubsaugerluft“, was sich auch durch Reinigung des Filters nicht mehr ändert. Je nach Saughaltung, vor allem im Betrieb ohne Rohr als Handsauger, bläst einem diese Luft genau ins Gesicht.

Und nun zu guter Letzt mein Fazit:
Der Dyson v6 fluffy ist durch den kabellosen Betrieb wendig und schnell einsatzbereit, perfekt geeignet für das Saugen zwischendurch, allerdings nicht für den großen Hausputz (Akkulaufzeit!). Desweiteren ist er speziell für Hartböden geeignet, nicht für Teppiche. Als Zweitgerät ist er allerdings meiner Meinung nach auch in günstigen Onlineshops mit um die 300,00 € zu teuer. Wer sich auf eine andere Saugroutine ohne großen Hausputz umstellen kann, und KEINE Teppiche hat, kann ihn als Erstgerät nutzen, für Haushalte MIT Teppichen gibt es auch noch andere Modelle des v6, so spielt nur noch die Frage „Hausputz oder zwischendurch saugen“ eine Rolle. Da ich bereits einen guten (kabelgebundenen) Staubsauger besitze, werde ich mir den Dyson v6 fluffy nicht als Zweitgerät leisten (auch wenn ich das kabellose Treppensaugen sehr vermissen werde). Hätte ich gerade keinen Sauger, würde ich mir die Anschaffung eines Dyson v6 – allerdings nicht den fluffy speziell für Hartböden sondern eine auch Teppichgeeignete Variante – ernsthaft überlegen, finde den Preis aber immer noch sehr hoch dafür dass ich immer auf den hoffentlich ausreichenden Akku angewiesen wäre.

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Über die wolpertingerin

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